Bekanntmachung Öffentliche Auslegung - Bebauungsplanverfahren einschließlich paralleler Teiländerung des Flächennutzungsplans „Unten am Augarten“

Der Rat der Gemeinde Nalbach hat in seiner Sitzung am 24.05.2018 die Einleitung des Bebauungsplanverfahrens „Unten am Augarten“ einschließlich paralleler Teiländerung des Flächennutzungsplanes beschlossen.
Ziel der Bauleitpläne ist es, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Entstehung einer Kindertagesstätte zu schaffen.
Der Neubau ist dringend erforderlich, da durch einen Stolleneinbruch die Standsicherheit des Gebäudes nicht mehr gegeben ist. Dem vorliegenden Plangebiet ging eine Standortuntersuchung voraus, anhand derer unterschiedliche Flächen im Ortsteil Nalbach anhand diverser Kriterien bewertet wurden. Das Ergebnis des Standortkonzeptes war, den Standort in der Enspfuhlstraße zu realisieren. Dies wurde vom Gemeinderat beschlossen. Derzeit sind die Kinder der betroffenen Kindertagesstätte im Nachbarort untergebracht.
Zwischenzeitlich haben die frühzeitigen Beteiligungsschritte stattgefunden.
Der Rat der Gemeinde Nalbach hat in seiner Sitzung am 27.09.2018 die vorgelegten Planungsentwürfe gebilligt und die Öffentliche Auslegung beschlossen. Gem. § 3 Abs. 2 BauGB wird hiermit öffentlich bekannt gemacht, dass der Entwurf des Bebauungsplanes einschl. paralleler FNP-Teiländerung, bestehend aus den Planzeichnungen und den Begründungen sowie dem gemeinsamen Umweltbericht und den bereits vorhandenen umweltbezogenen Informationen, in der Zeit vom

        15.10.2018 bis einschließlich 16.11.2018

während der allgemeinen üblichen Dienststunden im Bauamt der Gemeinde Nalbach, Rathausplatz 1, 66809 Nalbach, für jedermann einsehbar ausliegt.
Es ist davon auszugehen, dass der Zeitraum der Auslegung der Komplexität der Planungsaufgabe angemessen ist.
Während der Auslegungsfrist können Stellungnahmen abgegeben werden. Es wird darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben können.
Ergänzend wird darauf hingewiesen, dass eine Vereinigung im Sinne des § 4 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes in einem Rechtsbehelfsverfahren nach § 7 Abs. 3 Satz 1 des Umwelt- Rechtsbehelfsgesetzes mit allen Einwendungen ausgeschlossen ist, die sie im Rahmen der Auslegungsfrist nicht oder nicht rechtzeitig geltend gemacht hat, aber hätte geltend machen können.
Neben dem Entwurf des Bebauungsplanes sind folgende Dokumente verfügbar, die umweltbezogene Informationen enthalten:

Umweltbericht gem. Anlage 1 zum BauGB einschl. saP (Aussagen zu einzelnen Tiergruppen, potenzielle Quartiere für Säugetiere in Form von Gebäuden im direkten Umfeld, Umfeld des Gebietes mögliches Habitat für Neuntöter, jech keine Brutstätten betroffen), und verbal-argumentative Bilanzierung
Schutzgut Naturhaushalt, Arten und Biotope: Aussagen zur Eingriffs- / Ausgleichsbewertung, Aussagen zum Artenschutz;
Schutzgut Boden und Wasser: Lage in der Schutzzone III eines geplanten Wasserschutzgebietes, Aussagen zu Vermeidungs- und Verminderungsmaßnahmen, Bodeneigenschaften);
Schutzgut Klima / Luft: Aussagen zu kaltluftproduzierenden Flächen, Kleinklima);
Schutzgut Mensch: Aussagen zu Kindertagesstätte, Aussagen zur Landwirtschaft und angrenzender Wohnbebauung);
Schutzgut Orts- und Landschaftsbild (Aussagen hinsichtlich Einfügen in die Umgebung, Aussagen zu grünordnerischen und gestalterischen Festsetzungen)

Verkehrliche Stellungnahme (erste Einschätzung der potenziellen verkehrlichen Wirkungen des Kita-Betriebes auf die benachbarten Straßenabschnitte und die Qualität der zukünftigen Verkehrserschließung)

Folgende Stellungnahmen von Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange,
die im Rahmen des Scoping gem. § 4 Abs. 1 BauGB eingegangen sind und
umweltrelevante Informationen enthalten, liegen vor:

Stellungnahme Behörde oder TÖB

Thematischer Bezug

Deutscher Wetterdienst

Berücksichtigung des Schutzgutes Klima

EVS

Beachtung der Vorschriften der
Abfallwirtschaftssatzung

Landesamt für Umwelt und
Arbeitsschutz

Hinweis auf Wasserschutzgebiet, keine
Erdwärmepumpen, nur Verwendung von
Material, das keine auslaugbaren
wassergefährdenden Bestandteile enthält,
Untersuchungen hinsichtlich Entwässerung,
Hinweis, dass etwaige bekannt werdende
Altlasten mitzuteilen sind.

Landesdenkmalamt

Hinweis, dass nach heutigem Kenntnisstand
keine Bau- und / oder Bodendenkmäler
betroffen sind, Hinweis auf das befristete
Veränderungsverbot

Die Unterlagen zur Planung finden Sie außerdem hier:

1. Plan über Teiländerung des FN-Plan
2. Begründung des BB-Plan
3. Begründung des FN-Plan
4. Verkehrliche Stellungnahme
5. BB-Plan Unten am Augarten
6. gemeinsamer Umweltbericht BB- u- FN-Plan
7. umweltbezogenen Stellungnahmen

 

Nalbach, den 28.09.2018
Der Bürgermeister P. Lehnert


Anforderungen an die Sanierung beschädigter privater Heizöllageranlagen

Das Landesamt für Umwelt informiert

Die Starkregenereignisse im Juni haben vielerorts gravierende Schäden an privaten Heizöllageranlagen verursacht. Ausgetretenes Heizöl führte zu teilweise erheblichen Umweltbelastungen. Bei der Sanierung der betroffenen Heizöllageranlagen sollte auf folgende Punkte unbedingt geachtet werden:

- Grundsätzlich dürfen nur zugelassene Tanks verwendet werden.
- Heizöllageranlagen sind vor der Inbetriebnahme durch einen Sachverständigen prüfen zu lassen.
- Heizöllageranlagen mit mehr als 1000 l Fassungsvermögen (Normalfall) dürfen nur durch zugelassene Fachbetriebe errichtet,
  von innen gereinigt, instand gesetzt und stillgelegt werden.
- Bei unterirdischen Heizöllageranlagen sind diese Arbeiten unabhängig des Fassungsvermögens,
  immer von zugelassenen Fachbetrieben durchführen zu lassen.

Durch die verpflichtende Beauftragung eines Fachbetriebes bzw. die Sachverständigenprüfung wird automatisch gewährleistet, dass die besonderen Anforderungen an die Errichtung von Heizöllageranlagen in Überschwemmungs- oder Risikogebieten beachtet werden. Ob Ihr Grundstück in einem Überschwemmungs- oder Risikogebiet liegt, können Sie im Internet unter dem Link www.bit.ly/Hochwasserkarten einsehen. Dazu müssen Sie im Adressfeld Ihre Anschrift auswählen.  Alle Heizöllageranlagen, die in einem blau ,gelb oder orange dargestellten Bereich liegen, sind bis spätestens 5. Januar 2033 (bis 2023 in festgesetzten Überschwemmungsgebieten) hochwassersicher nachzurüsten. Diese Verpflichtung ergibt sich aus dem Wasserhaushaltsgesetz des Bundes.  Die detaillierten Anforderungen an Heizöllagerstätten finden Sie auf der Internetseite des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz im Themenportal „Wasser“.   Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte per Email (lua(at)lua.saarland.de) oder telefonisch unter 0681/8500-0 an das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz.


Wohnraum zu Vermieten

Die Gemeinde Nalbach bietet freien Wohnraum zur Miete an.

Bei Fragen oder Interesse an einer der nachfolgenden Wohnungen/Häuser können Sie sich zu den normalen Rathausöffnungszeiten an das Liegenschaftsamt der Gemeinde Nalbach wenden:
Adresse: Rathausplatz 1, 66809 Nalbach
Tel.:  06838/9002-169
Mail:  baugrund(at)nalbach.de


Derzeit verfügbare Immobilien: (Für die Raumaufteilung bitte das jeweilige Objekt anklicken) 


Bodenrichtwerte

Die aktuellen Bodenrichtwerte können Sie im Geoportal des Saarlandes einsehen

Beim Klick auf die Grafik werden Sie zum Geoportal weitergeleitet (externe Seite).


Entgeltordnung Baubetriebshof

Die aktuelle Entgeltordnung zur Erhebung privatrechtlicher Entgelte

für Leistungen des Baubetriebshofes der Gemeinde Nalbach

gegenüber Dritten können Sie hier einsehen.

Preiseübersicht

Personal
Einsatz Reinigungskraft     24,00 € / Stunde
Einsatz Bauhofmitarbeiter     31,00 € / Stunde
Zuschlag nach Arbeitsende bis 21.00 Uhr     30 %
Zuschlag Nacht 21.00 bis 07.00 Uhr     50 %
Zuschlag Samstag     30 %
Zuschlag Sonntag/Feiertag     50 %

Maschinen/Geräte (zuzüglich anfallender Personalkosten)
Einsatz einfacher PKW     15,60 € / Stunde
Einsatz LKW/Unimog/Radlader     32,90 € / Stunde
Einsatz Kleingeräte/ Handgeführte Motorgeräte     4,40 € / Stunde
Einsatz Großgeräte/Rasentraktor/Zusatzgeräte     13,50 € / Stunde


Sonstiges
Absperrmaterial     7,50 € / je Stück und Woche
Batterien Absperrleuchte     2,00 € je Stück
Sandsäcke (Entsorgung muss vom Käufer organisiert werden)
zum selbst Befüllen ab Bauhof     1,00 € je Stück
gefüllt ab Bauhof     2,00 € je Stück
Fremdleistungen werden nach Aufwand/entstandene Kosten weiterberechnet.
Auf alle eigenen Leistungen sowie die weiterberechneten Fremdleistungen wird ein Verwaltungszuschlag in Höhe von 10 v.H. erhoben.


Ein Bebauungsplan regelt, was, wo und wieviel auf einem Grundstück gebaut werden darf. Er ist ein wichtiges Instrument für die städtebauliche Ordnung und Entwicklung einer Gemeinde oder einer Stadt.
Die Bereitstellung digitaler kommunaler Pläne und Satzungen wird durch gesetzliche Vorgaben auf europäischer und saarländischer Ebene unterstützt und gefordert (INSPIRE-Richtlinie, SGDIG).

Derzeit werden noch nicht alle Bebauungspläne der Gemeinde Nalbach aufgeführt. Zudem stellen die Daten keine amtliche und/oder rechtsverbindliche Auskunft dar und erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Rechtlich verbindlich sind ausschließlich die genehmigten Originalkarten, die beim Bauamt eingesehen werden können.

Weitere Informationen zum Bauen finden Sie auf der Seite des Ministeriums für Inneres, Bauen und Sport.

Die aktuelle Landesbauordnung des Saarlandes (LBO) finden Sie hier.

Zusätzliche Informationen erhalten Sie auf der Seite des Ministeriums der Justiz im "Saarländischen Nachbarrechtsgesetz"

Unterstrichene Bebauungspläne können als PDF-Dokument geöffnet werden. 

Allgemeine Erläuterungen zu Bebauungsplänen erhalten Sie hier.

 

Ortsteil Bilsdorf:

[001] BPLAN_807_Bilsdorf_AmSteinberg2BA+Änderung1BA_Zeichnung+Text  (Am Steinberg)

[002] BPLAN_803_Bilsdorf_AmSteinberg2BA_Änderung_Zeichnung+Text  (Am Steinberg)

[003] BPLAN_801_Bilsdorf_AmSteinberg1BA_Zeichnung+Text   (Am Steinberg)

[004] BPLAN_809_Bilsdorf_Wiesenstraße_Abrundungssatzung Zeichnung+Text   (Wiesenstraße)

[005] BPLAN_805_Bilsdorf_WestlichderNauwieserstraße_Zeichnung+Text  (Zu den Erlen)

[006] BPLAN_808_Bilsdorf_Schillerstraße_Zeichnung+Text   (Schillerstraße)

[037] BPLAN_802_Bilsdorf_AnderBrückenstraße_Satzung-Text  (Brückenstraße)

[058] BPLAN_804_Bilsdorf_Weiherstraße_Abrundungssatzung_Zeichnung+Text   (Weiherstraße)

[067] BPLAN_806_Bilsdorf_WestlichderNauwieserstraße_Teiländerung_Zeichnung+Text (Zu den Erlen) 

 

Ortsteil Körprich:

[007] BPLAN_604_Körprich_Greifelsberg5BA_Zeichnung+Text Legende  (Lilienweg, Sperberweg, Falkenweg, Schwalbenweg, Elsterweg)

[008] BPLAN_606_Körprich_SüdlichdesErschließungsgeländesAufdemKirchenflur_Satzung   (Kapellenstraße)

[009] BPLAN_607_Körprich_Greifelsberg7BA_Zeichnung+Text  (Falkenweg)

[010] BPLAN_608_Körprich_Greifelsberg6BA_Zeichnung+Text  (Schwalbenweg, Eulenweg)

[011] BPLAN_602_Körprich_Greifelsberg3BA_Zeichnung+Text (Schwalbenweg, Elsterweg, Lilienweg, Taubenweg, Fasanenweg)

[012] BPLAN_605_Körprich_Sportplatzbereich_Satzung_Zeichnung+Text (Sportplatz)

[013] BPLAN_612_Körprich_HüttersdorferStraße_2.Abrundungssatzung_Zeichnung+Text   (Hüttersdorfer Straße)

[014] BPLAN_601_Körprich_Greifelsberg2BA_Zeichnung+Text+Satzung (Dillinger Straße, Fasanenweg, Finkenweg)

[046] BPLAN_609_Körprich_Solarpark_Kleeberg_Karte+Text  (Solarpark Kleeberg)

[050] BPLAN_610_Körprich_Solarpark_Kleeberg_ÄnderungI_Zeichnung+Text (Funkturm Kleeberg)

[068] BPLAN_603_Körprich_HüttersdorferStraße_1.Abrundungssatzung_Zeichnung+Text   (Hüttersdorfer Straße)

[069] BPLAN_613_Körprich_Greifelsberg3BA_Änderungssatzung Zeichnung+Text (Fasanenweg)

 

Ortsteil Nalbach:

[015] BPLAN_204_Nalbach_Zimmerbach1BA_Zeichnung+Text  (Zimmerbach)

[016] BPLAN_202_Nalbach_IM BRUCH_klein  (NORMA, PREGO)

[017] BPLAN_205_Nalbach_Bierbach-Ziegelei_Karte  (Bierbach, Ziegelei)

[017] BPLAN_205_Nalbach_Bierbach-Ziegelei_Text  (Bierbach, Ziegelei)

[018] BPLAN_206_Nalbach_Solarpark_Nalbach_Karte+Text (Solarpark Nalbach)

[019] BPLAN_207_Nalbach_Enspfuhlstraße_Zeichnung+Text  (Enspfuhlstraße)

[020] BPLAN_208_Nalbach_Hüttenberg_Zeichnung+Text  (Grundschule)

[021] BPLAN_209_Nalbach_Primsmühle_Zeichnung+Text  (Primsmühle)

[022] BPLAN_210_Nalbach_Gewerbegebiet_PrimsaueI_Karte+Text  (Primsaue)

[023] BPLAN_201_Nalbach_Westlich-der-Schletterstraße_Änderung_Zeichnung+Text  (Schletterstraße)

[024] BPLAN_211_Nalbach_Maldix_Zeichnung+Text  (Am Litermont)

[025] BPLAN_212_Nalbach_AnDerL143_Zeichnung+Text  (L143)

[026] BPLAN_203_Nalbach_AM ENDE DER ETZELBACHSTRAßE_Zeichnung+Text  (Etzelbachstraße)

[027] BPLAN_220_Nalbach_Fußbach-Schletterstraße_Zeichnung+Text (Fußbachstraße, Burgstraße, Josefstraße)

[051] BPLAN_213_Nalbach_Zimmerbach2BA_Zeichnung+Text  (Zimmerbach)

[052] BPLAN_214_Nalbach_Bierbach-Ziegelei_1.Änderung_Zeichnung+Text  (Bierbach)

[066] BPLAN_218_Nalbach_SaarwellingerStraße_1BA_Zeichnung+Text   (Saarwellinger Straße, Nassauer Straße, Bruchstraße)

 

Ortsteil Piesbach:

[028] BPLAN_402_Piesbach_WestlichMühlenstraße_2BA_Text (Fichtenweg, Tannenweg, Dörnerweg)

[028] BPLAN_402_Piesbach_WestlichMühlenstraße_2BA_Zeichnung  (Fichtenweg, Tannenweg, Dörnerweg)

[029] BPLAN_404_Piesbach_Dörnerweg2BA_Zeichnung+Text (Ahornweg, Dörnerweg)

[029] BPLAN_404_Piesbach_Dörnerweg2BA_Änderung_Zeichnung+Text (Ahornweg, Dörnerweg)

[030] BPLAN_410_Piesbach_Dörnerweg1BA_Zeichnung+Text   (Dörnerweg)

[031] BPLAN_401_Piesbach_Wochenend_Zeichnung+Text  (Wochenend)

[032] BPLAN_405_Piesbach_Berg-undHildstraße_Änderung_Zeichnung+Text   (Bergstraße, Hildstraße)

[033] BPLAN_407_Piesbach_AmEndedesSchöngutweges_Satzung_Zeichnung+Text (Schöngutweg)

[034] BPLAN_060_Piesbach_Sportplatzstraße_Ergänzungssatzung_Zeichnung+Text   (Sportplatzstraße)

[035] BPLAN_409_Piesbach_AmKreisel_Zeichnung+Text (Am Kreisel)

[059] BPLAN_403_Piesbach_Tannenweg56a_Satzung_Zeichnung+Text (Tannenweg)

 

Flächennutzungsplan Gemeinde Nalbach

100_Flächennutzungsplan (in Bearbeitung)

Teilflächennutzungsplan Konzentrationszonen für Windenergieanlagen


Information zur Vorsorge bei Hochwasser und Starkregen

Überflutungsvorsorge kann im Wesentlichen aus folgenden Bestandteilen bestehen:

• Bauvorsorge
• Anpassung der Bauweise und Nutzung
• Verhaltensvorsorge
• konkretes Handeln im Hochwasser-, Starkregenfall
• Risikovorsorge
• finanzielle Absicherung, Versicherungsschutz

 

Die Hochwasserereignisse der Jahre 1993, 1995 und 1997 entlang der Flüsse Mosel und Saar haben uns allen eindrucksvoll vor Augen geführt, welche Auswirkungen der Umgang mit den natürlichen Überschwemmungsgebieten haben kann.
Alle Jahre wieder sehen wir uns Hochwasserereignissen ausgesetzt, die insbesondere durch langanhaltende Niederschläge ausgelöst werden. Die Niederschläge nehmen in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich zu. Heutzutage führen Niederschlagsmengen, die früher schadlos waren, zu Ereignissen, die gerne als "Jahrhunderthochwasser“ bezeichnet werden.
Schuld daran war vor allem die zunehmende Besiedlung der Auen und die damit einhergehende Zunahme der Vermögenswerte in den Überschwemmungsgebieten. Auch Eingriffe in das Speichervermögen der Landschaft, wie die Flächenversiegelung, der Bau von Regenwasserkanälen, Intensivlandwirtschaft, Waldrodung und Gewässerausbau bewirken eine Verschärfung der Hochwasserproblematik. Die Hochwasserschäden sind damit weitestgehend hausgemacht.


Nach § 5 WHG besteht eine „Allgemeine Sorgfaltspflicht“

(1) Jede Person ist verpflichtet, bei Maßnahmen, mit denen Einwirkungen auf ein Gewässer verbunden sein können, die nach den Umständen erforderliche Sorgfalt anzuwenden, um
  1.  eine nachteilige Veränderung der Gewässereigenschaften zu vermeiden,
  2.  eine mit Rücksicht auf den Wasserhaushalt gebotene sparsame Verwendung des Wassers sicherzustellen,
  3.  die Leistungsfähigkeit des Wasserhaushalts zu erhalten und
  4.  eine Vergrößerung und Beschleunigung des Wasserabflusses zu vermeiden.

(2) Jede Person, die durch Hochwasser betroffen sein kann, ist im Rahmen des ihr Möglichen und Zumutbaren verpflichtet, geeignete Vorsorgemaßnahmen zum Schutz vor nachteiligen Hochwasserfolgen und zur Schadensminderung zu treffen, insbesondere die Nutzung von Grundstücken den möglichen nachteiligen Folgen für Mensch, Umwelt oder Sachwerte durch Hochwasser anzupassen.


Beitrag zum Hochwasserschutz

Jeder Einzelne kann einen Beitrag zum Hochwasserschutz leisten. Gewässeranlieger sollten zum Beispiel auf die Ablagerung von Gartenabfällen und Boden in Gewässernähe verzichten. In den gesetzlich festgesetzten Überschwemmungsgebieten ist dies verboten. Zu beachten ist, dass die Bäche mitunter erheblich anschwellen (Sturzfluten), so dass auch Materialien, die abseits des normalen Bachbetts gelagert werden, bei Hochwasser mitgerissen werden können.
Häufig gibt es keine Vorwarnzeit, da jedes aufziehende Unwetter Potential für Überflutungen liefert und sich Extremwetterereignisse mitunter sogar lokal erst bilden. Dann kann nicht einmal eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes rechtzeitig herausgegeben werden.

Daher ist es umso wichtiger, dass private Vorsorge wie etwa der Schutz der eigenen Häuser und Wohnungen auf jeden Fall funktioniert. Bedenken Sie, dass der Aufenthalt im Freien während eines Gewitters Lebensgefahr bedeutet und Sie daher Schutzmaßnahmen nur vor Beginn des Unwetters einleiten können. Extreme Starkregen treten gehäuft während der warmen Jahreszeit auf. Hilfreich kann deshalb auch sein, in den Sommermonaten aufmerksam die Großwetterlage zu verfolgen und schon bei latenter Unwettergefahr Maßnahmen zu treffen.


Schutz vor Rückstau aus dem Kanal

Jeder Niederschlag führt zu einem Anstieg des Wasserspiegels im Kanal. Dies ist ein normaler Betriebszustand und keine Störung. Mitunter erreicht der Abwasserspiegel im Kanal die Anschlüsse der privaten Entwässerung und es kommt zum Rückstau im Hausanschluss. Die Folge könnte der Austritt von Abwasser ins Gebäude sein, zum Beispiel über Bodenabläufe und Sanitäreinrichtungen, besonders - aber nicht nur - im Kellergeschoss. Mit Hilfe einer Rückstausicherung im Haus kann dies relativ einfach verhindert werden. Wichtig ist, dass alle Entwässerungen korrekt in das System eingebunden sind und die Rückstauklappen regelmäßig gewartet werden. Der Einbau von Rückstausicherungen ist meistens in den kommunalen Abwassersatzungen vorgeschrieben.
Der Rückstau aus dem Abwasserkanal ist die bei Weitem die häufigste Schadensursache bei Starkregenereignissen und liegt allein in der Verantwortung des Hauseigentümers! Auch kann durch länger anhaltende Regenfälle der Grundwasserstand so weit ansteigen, dass durch die nicht immer dichten erdverlegten Abwasserkanäle das drückende Grundwasser bis ins das Gebäude eindringt.


Bauliche Schutzmaßnahmen

Zwar sind besonders Gebäude, die sich in Überschwemmungsgebieten, Senken oder ähnlich exponierten Lagen befinden, gefährdet und durch weitergehende Schutzmaßnahmen zu sichern, bei entsprechender Regenintensität kann es aber jedes Gebäude treffen, selbst auf einer Anhöhe.
Alle Schutzmaßnahmen sind immer nach örtlichen Gegebenheiten in Erwägung zu ziehen. Oft ist es hilfreich, etwa Schwellen an Eingängen vorzusehen, Kellerlichtschächte zu ummauern, Kellerfenster wasserdicht mit Druckverschluss auszubilden, druckdicht verschließbare Eingangstüren vorzusehen oder Einfahrten in Tiefgaragen mit einer Schwelle zu sichern. Dabei entstehen oft Zielkonflikte mit Barrierefreiheit, optischer Wirkung, der Nutzung von Kellerräumen oder anderen Aspekten – diese muss der Hauseigentümer abwägen.


Checkliste zur Vorsorge

Liegen Räume unter der Rückstauebene (meist Straßenoberkante) - kann dort auf hochwertige Nutzung verzichtet werden?
Haben alle Entwässerungsobjekte (Bodenabläufe, Waschbecken, Duschen, WC) unterhalb der Rückstauebene eine funktionsfähige und gewartete Rückstausicherung? Falls Sanitäreinrichtungen (zum Beispiel WC, Waschbecken, Dusche), Waschmaschinen oder Brennwertheizungen unter der Rückstauebene betrieben werden und sind die Sicherungs- und Verteilkästen der Elektroinstallation noch im Kellerbereich installiert, ist eine regelmäßig gewartete Hebeanlage erforderlich.
Sind alle Reinigungsöffnungen und Schächte unterhalb der Rückstauebene nötig? Sind sie gegen drückendes Wasser gesichert?
Gibt es Altanlagen – zum Beispiel meist unzulässige Drainagen –, die volllaufen können und dann über die Grundstücksentwässerung bei Rückstau ins Gebäude fließen?
Ist das Grundstück durch Oberflächenabfluss von der Straße, Nachbargrundstücken oder angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen gefährdet?
Liegt das Grundstück in einem ausgewiesenen Überschwemmungsgebiet oder in einem Tiefbereich im Gelände?
Vorherige Schadensereignisse sind bekannt? Mit welchen Höhen ist daraus abgeleitet mindestens zu rechnen?
Sind technische Einrichtungen – zum Beispiel Öltanks – gegen Aufschwimmen gesichert?
Kann oberflächlich abfließendes Wasser einen Weg ins Haus finden?

Sind diese typischen Schwachpunkte am Haus vorhanden?
• ebenerdiger Eingang
• ebenerdige Terrasse mit Eingang
• Kellerlichtschächte ohne Aufmauerung
• tief liegende Kellerfenster
• Abgänge und Treppen
• Flächen (Hof, Stellplätze) mit Gefälle zum Haus hin
• tiefliegende Garage
• Einfahrt mit Gefälle zum Haus


Schließen Dachentwässerungen, Entwässerungen von Kellertreppen, Hofflächen bei Mischwasserableitungen auf der "richtigen" Außen-Seite der Rückstausicherung an die Grundstücksentwässerung an? Die "richtige" bzw. Außen-Seite liegt zwischen Rückstausicherung und öffentlichem Kanal.
Können Sie eine Frage nicht sicher beantworten oder haben Sie Zweifel? Dann sind die Abfragen des Hochwasserpasses www.hochwasser-pass.com (externe Webseite!) und eventuell die anschließende Hinzuziehung eines Architekten, Bausachverständigen oder einer sachkundigen Firma dringend zu empfehlen!


Empfehlung der Gemeinde:

Die von Hochwasser betroffenen Grundstückseigentümer sollen möglichst frühzeitig Sandsäcke, falls benötigt, zum Hochwasserschutz besorgen.

Im Ernstfall hält die Feuerwehr nur eine kleine Menge an Sandsäcken vor.
Zwar kann durch die Kooperation mit den Nachbarkommunen kurzfristig Sandsäcke nachgeordert werden, dafür könnte es allerdings für Sie bzw. ihr Anwesen zu spät sein.

Hinweis:

Alte benutzte Sandsäcke sind als „Sondermüll“ zu entsorgen. Diese Entsorgung muss jeder Eigentümer für seine Sandsäcke selbst vornehmen.