Alte Schmiede in Piesbach

Alte Schmiede Piesbach von außen

Jakob Becker (* um 1800) war von Beruf Schmied und soll nach Überlieferungen die Schmiede erbaut haben. Sein Sohn Johannes Becker (*1826), ebenfalls Schmied, hat 1852 in dieser Schmiede das Litermontkreuz angefertigt. Dieses wurde mit dem Pferdewagen feierlich zum Litermont gebracht. Johann Becker (*1863), Sohn von Johannes, renovierte 1902 das Litermontkreuz, nachdem es durch einen Orkan beschädigt wurde, ebenfalls in dieser Schmiede.

Die Schmiede war in früheren Zeiten Dreh- und Angelpunkt des Ortzentrums. Während der Schmied die Gerätschaften reparierte oder die Pferde beschlug, wurden von den Bauern Erfahrungen aus der Landwirtschaft ausgetauscht. Nach dem 2. Weltkrieg entwickelten sich die landwirtschaftlichen Geräte sehr schnell. Anstelle der Pferdefuhrwerke gab es Traktoren und Mähdrescher, die das Schmiedehandwerk bis auf wenige Arbeiten reduzierten. Nach nur noch kleinen Reparaturen wurde die Schmiede 1965 dann endgültig geschlossen.

Alte Schmiede Piesbach innen

Im Zuge des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ (2006-2007) wurde die Idee aufgegriffen, diese Schmiede zu renovieren und in ein Museum umzuwandeln. Im April 2006 erfolgte die Schlüsselübergabe an die Gemeinde.

Unter Aufsicht und Mitwirkung der Landesdenkmalpflege und durch viel Eigenleistung der Mitglieder der Arbeitsgruppe „Bauentwicklung und Baugestaltung“ wurde die Schmiede restauriert und in den ursprünglichen Zustand gebracht. So dient sie künftig als Museum, in dem auch durch Vorführungen die Kunst des Schmiedens vermittelt wird.

Lage: Hauptstraße 87

Öffnungszeiten: Nach Voranmeldung

Kontaktpersonen:
Ortsvorsteher Josef Mees, Telefon 06838-83969
Richard Kallenborn, Telefon 06838-2230