Beschluß Masterplan Null-Emissions-Gemeinde

Im Februar 2008 fasste der Gemeinderat der Gemeinde Nalbach den einstimmigen Beschluss zur Entwicklung eines Masterplans „Null-Emissions-Gemeinde Nalbach“. Bei dessen Erstellung sollte einerseits die derzeitige Ausgangssituation untersucht und andererseits vorhandene, nicht genutzte Potenziale, insbesondere im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energien, sowie Möglichkeiten zu deren Ausschöpfung analysiert werden. Einhergehend mit der Erstellung und Umsetzung des Masterplans wird das Ziel einer Reduktion der CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 um mindestens 50% gegenüber dem Basisjahr 1990 sowie langfristig eine möglichst vollständige Vermeidung der CO2-Emissionen verfolgt. Somit leistet das vorliegende Klimaschutzkonzept auch einen wesentlichen Beitrag zu den Ressourceneffizienz- und Klimaschutzzielen der Bundesregierung.

Gleichzeitig will die Gemeinde mit der Verfolgung des Ziels „Null-Emission“ effiziente Managementprozesse und -strukturen aufbauen, welche dazu beitragen, das Leitbild der Nachhaltigkeit vor Ort zu konkretisieren und umzusetzen. Insbesondere sollen:

·         vorhandene Potenziale zur Steigerung der Ressourcen- und Energieeffizienz sowie zur Entwicklung eines nachhaltigen Lebensstiles ausgeschöpft werden,

·         nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien, insbesondere aus regionalen Quellen, verstärkt genutzt werden,

·         regionale Stoffkreisläufe geschlossen werden, sowie

·         eine regionale Wertschöpfung generiert und die Lebensqualität gesteigert werden.

Das Klimaschutzkonzept wurde in den Jahren 2008 – 2010 durch die Gemeinde Nalbach, in Zusammenarbeit mit dem Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) des Umweltcampus Birkenfeld erarbeitet. In der Sitzung vom 02.02.2011 wurde der Masterplan „Null-Emissions-Gemeinde Nalbach“ in vorliegender Fassung einstimmig durch den Gemeinderat Nalbach beschlossen.

Der Masterplan steht über E-Mail Kontakt auf Nachfrage jedem Interessierten zur Verfügung.

 


Projektkenndaten

Projekttitel:
KSI: Masterplan Null-Emissionen-Gemeinde Nalbach

FKZ:
03KS0060

Auftraggeber:
Gemeinde Nalbach
Rathausplatz 1
66809 Nalbach
Ansprechpartner: Stabsstelle 1, Herr Michael Klein (06838/9002-170, m.klein(at)nalbach.de)

Auftragnehmer:
Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS)

Fachhochschule Trier, Standort Umwelt-Campus Birkenfeld
Postfach 1380
D-55761 Birkenfeld

Kosten:
193.000,- €

Finanzierung:
Förderung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: 153.000,- €
Eigenanteil der Gemeinde Nalbach: 40.000,- €

Projektlaufzeit:
01.11.2008 bis 31.07.2010 (Bewilligungszeitraum)

 


Projektziele

  • CO²-Reduktion um 50% bis 2020, langfristig "Null Emission"

  • Großflächige Nahwärmeversorgung durch Solarenergie, Biomasse und Abwärme; echte regenarative Stromversorgung auf Basis der Windkraft, Wasserkraft, Biomasse und Sonnenenergie unter Einsatz von Speichertechnologien

  • Realisierung von Investitionen in Höhe von ca. 150.000.000 € in Infrastruktur

  • Bindung von jährlich > 10.000.000 € in der Region durch regionale Energieversorgung


Analyse

  • Akteursanalyse

  • Bedarfsanalyse
    - Wärmebedarf aller Gebäude
    - Gesamtstrombedarf der Gemeinde

  • Potenzialanalyse
    - Energieeinsparung, z.B. 50 Energieerstberatungen für private Wohngebäude
    - Biomasse
    - Soalrenergie (Dach- und Freiflächen)
    - Windkraft
    - Abwärme

  • CO²-Bilanz


Projektentwicklung

  • Entwicklung konkreter Projektideen und Maßnahmen
    - Energetische Gebäudesanierung
    - Nahwärmeversorgung
    - ...

  • Initiierung von Machbarkeitsstudien
    - technische Machbarkeit
    - Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
  • Initiierung der Umsetzung
    - Akteursgespräche
    - Beratung


Öffentlichkeitsarbeit

  • Informationsveranstaltungen

  • Informationsreihe in den Medien

  • Broschüre zur Photovoltaiknutzung
  • Vor-Ort-Beratungsstelle für Bürger

  • Pressearbeit

  • Internetpräsenz

  • weitere Maßnahmen in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren (z.B. Energieberater, Verbraucherzentrale, etc.)